Brad Pitt muss draußen bleiben

Der Kinosaal des Orfeo's Erben (Foto: Orfeo's Erben)
Fern von der vielbefahrenen Schnellstraße, der tagsüber hoch frequentierten Einkaufsmeile und den gut besuchten Restaurants im Stadtkern. Frankfurts Westend. Ein weißes Banner mit der Aufschrift „Kino&Kantine“ an der Längsseite eines unscheinbaren Gebäudes sagt uns, dass wir richtig sind.
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Liebighaus (Foto: Anna-Lena Noureldin)
Mein Kopf macht eine Zeitreise von 4500 Jahren in die Vergangenheit und befindet sich in Abusir –ein Ort nahe dem heutigen Kairo. Der Rest meines Körpers ist im Liebighaus in Frankfurt. Ich besuche die Ausstellung „Sahure – Tod und Leben eines großen Pharao“. Im ersten Ausstellungsraum begrüßt mich das Modell von Sahures Tempelanlage. Es versetzt mich zurück ins Jahr 2420 vor Christus, zur Zeit seiner Regentschaft.
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Frankfurt hat viele Gesichter. Doch egal, ob man die Stadt zum Einkaufen, Arbeiten oder als Urlauber besucht, jede Reise führt durch das riesige U-Bahn-Netz. Es prägt das Stadtbild auf seine spezielle Weise und zwischen Fahrscheinautomat und Bahngleis verbirgt sich so manches unbeachtete und doch bemerkenswerte Kunstwerk. Ein paar Highlights aus der wohl schmutzigsten Galerie der Stadt.
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Tags: Bahnhof, Kunst, Straße, Verkehr

Kein Dunkelkeller: Einblick in die Pathologie. (Foto: Zurbrüggen)
Mit dem Aufzug geht es ins Untergeschoss. Die Pathologie ist ausgeschildert. Es geht einen langen dunklen Gang entlang, an dessen Decke matt flackernde Neonröhren für gedämpftes Licht sorgen. Langsam und knarrend öffnet sich die Tür, und gibt einen grauenhaften Blick frei: In einem weiß gekachelten Raum steht ein grauhaariger alter Mann mit blutbesprenkelter Schürze und einem tropfenden Skalpell. Er wendet seinen irren Blick vom geöffneten Leichnam ab, und sieht mir direkt in die Augen…
Ganz so war es…nicht. Die Pathologie-Wahrheit sieht anders aus.
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Open Air Kino der Freilichtbühne Bergstraße (Foto: filmseher.de)
Ich sitze im Kino. Neben mir steht ein alter Mann. Er scheint sich nicht setzen zu wollen, dafür ist er zu aufgeregt. Ungefragt und aus dem Nichts gegriffen, erklärt er mir das Programm für den heutigen Abend. „Nix hier mit Schpeidermän und Subbermann! Guter Film“, ruft er. Jugendliches Interesse vorgaukelnd nicke ich freundlich. Der alte Mann redet so laut, dass in jedem „normalen“ Kino schon die ersten Popcorn-Hagel auf ihn niedergeprasselt wären. Aber ich sitze in keinem „normalen“ Kino. Ich sitze im Open-Air-Kino der Freilichtbühne Bergstraße.
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Schauspieler Marc Iancu (Foto: Stephen Paris)
Sind eigentlich alle Schauspieler von sich selbst überzeugt? Um eine Rolle oder einen Charakter authentisch vermitteln zu können, bedarf es mehr als bloßes Talent. Eine gute Portion Disziplin, Körpergefühl und das Trainieren von Körpersprache, Sprechweisen und Gesten gehören auch dazu. Woher nehmen die angehenden „Möchtegern-Clooneys“ dieses Landes ihre Selbstsicherheit? Rund ein Drittel von etwa 18 000 Schauspielern schlagen sich mit Gelegenheitsjobs, wie Taxifahren oder Kellnern durch. Die Millionen-Gagen und das Blitzlicht-Gewitter sind dabei eher ein Seltenheitsfall und haben wenig mit ihrer Realität zu tun. Es wirkt wie eine Armutsfalle und dennoch verfolgen so viele Menschen diesen vermeintlichen Traumberuf.
Im Gespräch mit zwei angehenden Jungschauspielern, ursprünglich aus Offenbach am Main, befassen wir uns mit seiner Faszination.
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Interview
Er ist erst 24 Jahre jung, hat aber bereits eine beachtliche Karriere hinter sich: Der Aschaffenburger Marius Fietzek – alias „Majus“ – hat im vergangenen Jahr Flash-Animationen für die amerikanische Spiele-Firma „Telltale“ produziert. Einer seiner Filme gewann 2009 den „Bayerischen Jugendfilmpreis“ des Kinder- und Jugendfilmfestivals „JuFinale“. Anfang dieses Jahres ist Majus gemeinsam mit seinem Cousin Thorsten Fietzek für ein halbjähriges Praktikum bei „Telltale“ nach San Francisco geflogen. Im Interview erzählt er von seinen Anfängen als Filmemacher, der Zusammenarbeit mit Comedian Rick Kavanian, seinen Zukunftsträumen und warum er sich gerne mit Tim Burton zum Teetrinken treffen würde.

Der junge Filmemacher Marius Fietzek (Foto: privat)
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- (Foto: Lasse Buch)
Im Rahmen unserer Recherche zu den Asia-Communities besuchen wir das Thai Cultural Festival, das dieses Jahr zum zweiten Mal in Frankfurt stattfindet. In den weißen Zelten auf der Hauptwache präsentieren die Team-Thai-Mitglieder über drei Tage hinweg dem Publikum in Mitten der urbanen Kulisse der Frankfurter City, was die thailändische Kultur ausmacht. Auf der großen Hauptbühne gibt es Thai-Kampfsport Vorführungen, klassischen und modernen Thai-Tanz bis hin zu Thai Trommel-Paraden zu sehen.
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Foto: Lilly Altay
Ready, set, go!
Ein langer Bahnhofsdurchgang, Wände, an denen meterhohe Gerüste lehnen, und hunderte von bunten Spraydosen quer über den ganzen Platz verteilt. Ein Duftschwall synthetischer Farben kommt uns entgegen. Wir befinden uns mitten auf dem Schauplatz des „Meeting of Styles“ in Mainz-Kastel. Zahlreiche Maler sind in diesem Jahr beim größten Graffiti-Event Europas am Start und hochmotiviert am Werkeln.
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Wir, eine Gruppe von zwanzig Leuten, betreten einen großen Raum im Obergeschoss des Campus Bockenheim. Ganz vorne steht Parviz barfuß auf dem Teppichboden vor einer Musikanlage. Parviz ist der Leiter des Schauspielseminars der Universität Frankfurt. Er ist aus dem Iran und veranstaltet seit vielen Jahren das Schauspielseminar. Dieses Jahr gibt es zwei Anfänger- und einen Fortgeschrittenenkurs, jeder kann mitmachen.

Schauspielseminar (Foto: Philipp Bergmann)
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